Sonntag, 5. April 2009

Selbsthilfe-Familienwochenende

hallo,

ein paar tage habt ihr jetzt nichts von mir gehört. das lag daran, dass mein papa zu geizig ist, sich einen umts-datentarif zuzulegen und somit auch am hintersten winkel der welt surfen zu können. und das wäre nötig gewesen. denn ich war in pfedelbach-untersteinbach. wo? ja weiß ich doch nich - stand am ortsschild auf jeden fall so ähnlich dran. und da hat die AOK (das ist eine krankenkasse) ein bildungszentrum. ganz schön... ganz schön abgelegen zwischen weinbergen, wiesen und wäldern. und dort hatte sich das kindernetzwerk für drei tage eingenistet, um ein seminar mit gaaaanz vielen tollen kindern und eltern durchzuführen. die eltern haben nämlich alle das normal-syndrom, die kinder alle unterschiedliche beeinträchtigungen und seltene erkrankungen. komisch nur, dass ich immer untersucht wurde. hier zum beispiel von einer frau, die so ein komisches rasselrohr in der hand hatte. damit hat sie immer vor meinem gesicht rumgefuchtelt. auf ihrem namensschild stand logopädin.

wenn mama und papa allein beim arzt waren, durfte ich mit den anderen besonderen kindern und deren geschwister spielen. das war toll. da hat man immer auf mich aufgepasst (insgesamt 7 erzieherinnen und kinderkrankenschwestern- die konnte ich toll um den finger wickeln) und es gab kaffee und kuchen. nur für mich nicht :-(

wenn man dann so eine weile gespielt hat, dann war man sehr müde. hier schlafe ich mit... ähm, neben lilli - die war mit ihrer mama da, von ganz weit weg. sie kommt aus dem dorf köln, hat sie gesagt. das ist bestimmt nicht größer als bittenfeld - also ich hab von köln noch nie gehört.

ja und nach dem schlafen war ich dann wieder dran. hier macht ein onkel doktor einen lauschangriff auf meine brust. war aber wohl alles ok - glück gehabt.

die ganze sache ging von freitag mittag bis sonntag mittag. das war toll - weil man alle fachleute so auf einem fleck hatte. da war eine psychologin, ein kinderdoktor, eine kinderpflegefachfrau, eine logopädin, eine sozialpädagogin und und und. wer fragen hat hat, kann ja gern mama oder papa anmailen.

Kommentare:

  1. wie schön, dass alles in ordnung mit dir ist, lieber Ben, sag ich doch dauernd!!!! ich hatte gestern eine kurze lern-begegnung in einem riesigen supermarkt migros hier in der schweiz. ich suchte zahnpasta, das ist das bonbonige zeug, das du auch bald benutzen darfst. plötzlich fragte mich ein forsches größeres mädchen, wo denn die slipeinlagen seien. ich suchte sie mit ihr und wir wurden fündig und sie bedankte sich cool-modern, wie es halt jugendliche so machen. sie hatte wohl ein extra-chromosom, wie ich glaubte, an ihren augen zu sehen, benahm sich aber ultra-normal. ich glaube mittlerweile, ihr neue generation von happysom-menschen seid so normal wie wir alle auch, mit extra-marotten und extra-launen wie alle anderen auch. noch zwei tage in der schweiz, dann melde ich mich wieder von der insel. ich bin reif für die insel! deine tante reist-viel-rum

    AntwortenLöschen
  2. Hallo BIGben!
    Du bist wirklich einer der größten Flirter :-). Paula, Linn, Lilli, Mila ... . Doch so ein nettes Kerlchen wie du bist, dem kann man halt einfach nicht wiederstehen. Ist doch ganz klar!
    Was hat denn die Logopädin genau gesagt?
    Liebe Grüße
    Bettina

    AntwortenLöschen
  3. Hi, Benny,
    Du erlebst ja die tollsten Sachen, lernst immer wieder nette Menschen kennen, vor allem Kids. Es freut uns ungemein, daß es Dir gut geht und Du viel Spaß am Leben hast. Nur weiter so!
    Info vom Opa: Hallo Benny, bei den Frauen mußt Du auf der Hut sein; Deine Uroma hat immer gesagt, wenn Dich eine an der Angel hat, ist der EURO nur noch 50 Cent wert!!!

    AntwortenLöschen
  4. @Bettina:
    Die Logopädin war ganz begeistert von meinem Mundschluss, da brauch ich wohl aktuell nicht viel machen. Sie hat etwas zur Aufrichtung gesagt, dass mein Nacken immer eher etwas gedehnt sein soll als überstreckt. D.h. man kann ein paar Löffelchen vom Brei in der Bauchlage (Stütz) füttern, das bahnt die Aufrichtung an. Dann hat sie noch gesagt, dass man immer sehr betont und mit deutlichen Mundbewegungen mit mir sprechen soll. Denn über Nachahmung lerne ich ja. Achja, und man soll auf der Ebene, wie ich gerade lautiere, zurücklautieren. Das gibt positives Feddback.
    So, ich glaube das wars :-)

    AntwortenLöschen