Samstag, 22. Mai 2010
Happy Birthday Daddy
und in fast allen Dingen groß.
Mit dir haben wir ganz viel Spaß,
auf dem Teppich oder im Gras.
Und mit dir kann man ganz doll schmusen,
das geht nicht nur an Mamas Busen.
Es soll so bleiben, wie es ist,
weil du der beste Papa bist.
Alles Gute zu deinem Geburtstag
deine Kids Benjamin und Maja
Und da die Oma und der Uropa auch Geburtstag haben, wünschen wir ihnen natürlich auch alles Liebe!
Donnerstag, 13. Mai 2010
Erfahrungsbericht - meine Mama schreibt...
Nachdem die Kleine sich also doch nicht als zu früh Geborene auf den Weg machte, war die Erleichterung erst mal groß. Ich hatte wieder Klinikaufenthalte und Anpassungsschwierigkeiten im Kopf und wünschte mir eigentlich nichts sehnlicher als eine ganz normal verlaufende Geburt mit anschließendem Wochenbett. Genau das, was ich bei Benjamin schmerzlich vermisst und was mich sehr wütend gemacht hatte, die ganzen Mamis auf der Wochenstation mit ihren Plastikwännchen und den putzigen Neugeborenen darin. Ich empfand mein Kind damals weder putzig noch hatte ich die Möglichkeit so ein Wägelchen vor mir herzuschieben, weil Ben ja erst mal auf der Kinderintensiv war und ich gespaltene Gefühle gegenüber ihm empfand.
Auch hatte ich große Angst, die Kleine nach der Geburt zu sehen. Was wenn wieder etwas nicht "stimmt"? Bei Benjamin habe ich gleich gesehen, dass er anders ist und habe das Kind innerlich erst mal nur abgelehnt. Die Angst saß also tief und deshalb konnte ich der Geburt nicht sonderlich entspannt entgegen sehen. Wir wußten zwar aufgrund einer Fruchtwasseruntersuchung, dass die Kleine kein Down-Syndrom hat, aber ich hatte viele andere Dinge im Kopf und träumte manchmal nachts, dass sie entstellt sei. Komisch, wie im Traum die ganzen Ängste hervorkommen.
In der Woche vor der Geburt waren wir zweimal im Krankenhaus wegen vorzeitiger Wehen und jedes Mal sind wir wieder heim gefahren. Das Kind sollte aber so langsam kommen, weil Daddy wieder zum Studieren musste und nicht ewig daheim sein konnte. In der Nacht zum 01.Mai dann bin ich so gegen 3:30 Uhr aufgewacht und hatte Wehen. Ich bin in der Wohnung hin und her getigert und habe mir überlegt, ob das jetzt richtige Wehen sind. Es hat sich tatsächlich etwas anders angefühlt, mehr im Rückenbereich. Der werdende Vater hat sich erst mal wieder im Bett umgedreht, als ich ihn weckte, weil er an einen Fehlalarm dachte. Ich atmete im Bett nochmal ne halbe Stunde und meinte dann, dass es ernst sei. Die Uhr sagte, dass die Wehen so etwa alle 5 Minuten kommen. Und dann gings recht schnell. Wir sind ins Krankenhaus gefahren, die Großeltern sind parallel dazu zu uns gekommen, um auf Ben aufzupassen.
Die nette Hebamme, die Dienst hatte, war diesselbe, die bei Benjamins Geburt eine Schicht hatte. Das empfand ich als sehr angenehm , da sie unsere Vorgeschichte kannte und ich nicht groß etwas erklären musste. Der Muttermund war bereits auf 7 cm offen und die Hebamme meinte, dass es recht flott gehen könnte. Ehrlich gesagt, war mir das sehr recht. So eine Geburt ist ja kein Honig schlecken. Als wir dann im Kreißsaal waren, gings richtig los und ich hatte schon Presswehen. Die sollte ich aber noch "verhecheln", weil mein Arzt noch nicht da war. Das ist ein blödes Gefühl, wenn man den übermächtigen Drang zum Pressen hat, aber das noch nicht machen soll. Vielleicht kennt das ja jemand? Nun gut, der Arzt war dann nach 20 Minuten oder so da und ich denke mal, so etwa ne halbe Stunde später war die Kleine auch schon auf der Welt. Die Atmosphäre war diesmal sehr ruhig und entspannt. Keine Hektik, ich war die einzige in diesem Moment im Geburtsbereich. Bei Ben waren so etwa 6-7 Geburten zur gleichen Zeit, weshalb damals eine ungeheure Hektik in den Kreißsälen war. Das empfand ich als extrem störend.
Als die Kleine dann da war, hab ich sie komischerweise doch ganz schnell anschauen müssen und hab sie auch gleich hochgenommen, obwohl sie durch die Geburt total gestaut und verknautscht aussah. Wie Benjamin sah sie aus, ohne die schrägen Augen. Sind ja auch Geschwister. Und bei Ben hatte ich ja die Gewissheit, dass aus einem Kind, das man wirklich häßlich fand, doch noch ein süßes Kerlchen werden kann. Manchmal braucht Mutterliebe etwas Zeit.
Wir lagen dann etwa zwei Stunden im Kreißsaal und es war so normal wie ich es mir vorgestellt hatte. Ach und was mich echt umgehauen hat, ist, dass Maja gleich die Brust gesucht und so doll daran gesaugt hatte, wie Ben es nach etwa einem halben Jahr gerade mal schaffte. Da hab ich den Unterschied zwischen hypotonen und normalen Muskeln deutlich gemerkt. Und sie konnte gleich das Köpfchen in Bauchlage heben. Und das direkt nach der Geburt.... wow!
Deshalb macht es mich ungemein stolz, dass ich Ben trotz seiner Schwierigkeiten an die Brust bekommen habe.
Nach 3 Tagen auf der Wochenstation mit Plastikwännchen und putzigem Neugeborenem durften wir dann nach Hause. Die Neugeborenengelbsucht wurde noch kontrolliert (macht eine schöne Hautfarbe) und die Kleine plagen öfter mal Püpschen, aber ansonsten gehts uns gut.
Jetzt bin ich nur mal gespannt, wem sie ähnlich sehen wird und wie es sein wird, ihre hoffentlich normale Entwicklung zu erleben.
Ben findet sie noch reichlich seltsam. Er weint jetzt nicht mehr mit und schaut sie manchmal ganz liebevoll an, andererseits ist er halt ein absoluter Grobmotoriker und nicht sonderlich sanft mit seinen Patschhändchen. Außerdem ist Mamas Arm desöfteren belegt. Das findet er, glaube ich, nicht so dolle. Aber da muss er sich dran gewöhnen.
Ich hoffe jedenfalls, dass ich mich in meine Rolle als zweifache Mutter einfinden und dass ich beiden Kindern in ihrer Entwicklung gerecht werden kann, so dass sie glückliche und zufriedene Erdenbürger werden.
Dienstag, 13. April 2010
Der trianguläre Blick
Triangulärer Blick bedeutet, "ich" "Gegenstand" "mein Gegenüber". Das ist zum Beispiel wichtig für die Kommunikation oder die Interaktion. Ich möchte dem anderen etwas mitteilen oder dem anderen etwas zeigen.
Und ich bin wohl noch sehr beim "ich". Das bedeutet, dass ich noch nicht das Bedürfnis habe, anderen etwas mitzuteilen oder durch Blickkontakt Bestätigung zu holen.
Das wirkt sich natürlich negativ auf die Kommunikation aber auch Interaktion aus. Vielleicht liegt es auch am fehlenden triangulären Blick, dass ich die Gegenstände am liebsten rumwerfe, weil ich noch keine andere sinnhafte Möglichkeit entdeckt habe.
Da heißt jetzt üben, üben, üben. Immer wieder mein Gegenüber anschauen müssen, bevor ich etwas bekomme oder Lob durch Blickkontakt abholen.
Meine Mama findets ja gerade sowieso sehr zäh mit mir. Es tut sich seit geraumer Zeit nicht viel. Weder motorisch noch kognitiv. Und das ist wohl schon zermürbend. Insbesondere wenn man als Eltern ja recht viel macht.
Übrigens zwickt Mamas Bauch teilweise schon ordentlich. Vielleicht gehts bald los? Ostern ist ja vorbei :-)
Sonntag, 28. März 2010
Montag, 22. März 2010
Mamas Bauch
Heute war sie wieder beim Onkel Frauendoc und soweit hat sich der Gebärmutterhals nicht mehr verkürzt. Scheinbar schont sie sich gut oder ich schone sie gut oder was auch immer.
Mein Geschenk ist jetzt in der 35. SSW gebrütet und wir hoffen mal alle, dass es bis nach Ostern mindestens drin bleibt. Dann erst ist auch Papa ne Weile wieder daheim.
Ach ja und ich Pechvogel habe nach 6 Monaten meine Paukenröhrchen verloren. Die sind einfach raus. Eigentlich bleiben die so 9-12 Monate drin, aber ich bin ein Schnellabstoßer.
Im Juni werde ich, sollten die Paukenergüsse bis dahin nicht verschwunden sein, wieder operiert. Da bekomme ich dann T-Röhrchen, die sind wohl haltbarer.
Dienstag, 9. März 2010
Vojta und Co. Update
Seit November machen wir die ganzen Übungen, hauptsächlich wegen meines schiefen Halses.
Fleißig wurde daheim geturnt, was meine Mutter aufgrund meines Geschenks in letzter Zeit aber nicht mehr macht. Dafür mein Papa, wenn er am Wochenende da ist. LEIDER!!!
Nun gut, also bzgl. meines Halses hat Herr Vojta nicht viel gebracht und auch bzgl. meiner motorischen Entwicklung sind sich meine Eltern nicht sicher, ob die ganz Herr Vojta-Turnerei was nützt. Wenn meine Schwester da ist, wird das zeitlich sowieso nicht mehr funktionieren, dass ich mehrmals am Tag beturnt werde und zweimal wöchentlich zur Physio gehe. Welch Glück!!
Hat ja echt Vorteile so ein Geschwisterchen. Da macht man mit mir nicht mehr solche Umdrehungen!
Also ich robbe (leider etwas einseitig, was meine Schiefe unterstützt) durch die Gegend, aufsetzen klappt nur mit einem Hilfsmittel wie einem Karton oder dem dicken Bauch der Mama oder so was. Hochziehen tu ich mich ab und an, aber nur mit Hilfe (drück-schieb) von hinten. Dafür kann ich toll werfen und spiele mit meinem Gegenüber Ball (hin und her und hin und her). Und mein Opa hat mir "Abklatschen" beigebracht. Also gib mir Fünf und ich bin dabei!
Meine Mama macht ja weiterhin "frühes Lesen" mit mir, aber sie stellt da auch keine Riesenveränderung fest, außer dass ich bei guter Laune sehr aufmerksam ausf die Blätter schaue. Und in Sachen Gebärden tut sich auch nichts, obwohl ich schon seit geraumer Zeit immer wieder "Essen" und "Trinken" gebärdet bekomme.
Ich bin jetzt 82 cm groß, wiege 11 kg und habe 9 Zähnchen, mit denen ich alles esse, wenn es mir schmeckt. Da habe ich tatsächlich gar keine Probleme mit, die andere über Jahre haben.
Ach und vielleicht hat ja jemand einen Tip: ich bin ziemlich grob in meiner Art, d.h. Haare ziehen (eher ausreißen) oder kneifen oder kratzen oder solche Scherze, die recht schmerzhaft sind, natürlich auch für andere Kinder. Wie gewöhnt man mir das ab bzw. wie erzieht man das Kind zu sanfterem Umgang, auch wenn ich vielleicht vom Tasten her nicht so feinfühlig bin wie andere? Schließlich will ich mal nicht, dass andere Kinder mit mir nicht spielen wollen, weil ich so grob bin.
Dienstag, 2. März 2010
Mamas Bauch
Ansonsten tut sich bei mir eigentlich nicht viel. Motorisch entwickel ich mich irgendwie nicht großartig weiter, zumindest hat meine Mama das Gefühl. Kein Kniestand, kein Verfüßler, kein Krabbeln. Alles wie bisher. Man soll ja nicht vergleichen (jaja, das ist bekannt), aber wenn man von anderen liest, dann kommt man schon ins Grübeln. Also ich natürlich nicht....
Werfen ist mein liebstes Hobby. Nix mit sortieren oder zuordnen. Neeeeee, das ganze Zeug nehmen und durch die Gegend werfen. Oder schütteln. Das geht auch noch.
Ansonsten werde ich gerade von der ganzen Familie rundum betreut, weil meine Mama mich nicht tragen will. Mit meinen 11 kg bin ich ja auch ein ganz schön schwerer Sack :-). Naja, vielleicht hab ich deshalb gerade keine Lust irgendwas weiterzuentwickeln. Stresst mich ja auch alles! So, das musste mal gesagt werden...
Donnerstag, 25. Februar 2010
Es hat geklappt- wir haben eine Pflegestufe
Es hat tatsächlich geklappt! Meine Mama hat den Bescheid bekommen, dass ich die Pflegestufe I bekomme. Da haben sich ihre Bemühungen und das Anlegen eines Pflegetagebuchs richtig gelohnt. 2012 kommt der MDK dann wieder und begutachtet mich dann erneut, aber bis dahin bekomme ich mein monatliches Taschengeld :-).
Achja, drückt für Montag alle die Daumen. Da muss meine Mama wieder zum Onkel Frauendoc!
Mittwoch, 17. Februar 2010
Der Countdown läuft...
Scheinbar hat sie meine Geburt doch noch nicht so recht verdaut. Zumindest diesen tiefen Schock, dass ich etwas anders bin als sie gedacht hat. Bin ja schließlich auch ein ganz übler Bursche :-).
Und jetzt hat sie Angst, dass mein Geschenk auch irgendetwas besonderes mitbringt. Alle Untersuchungen wurden zwar gemacht, aber eine hundertprozentige Sicherheit gibt es einfach nicht. Und je mehr Kinder in ihrem Bekanntenkreis gesund geboren werden, desto mehr denkt sie dann: oje, es wird wieder mich treffen! Die alte Skeptikerin!
Und bei der letzten Untersuchung hat man noch festgestellt, dass es zu Vorwehen kam. Morgen geht sie deshalb in die Klinik. Sollte sie liegen müssen, dann wäre das mal echt doof. Jetzt hat sie auch noch Bammel vor einer Frühgeburt. Bis Ostern sollte die Kleine schon noch drinbleiben! Zumindest haben die beiden das abgesprochen.
Also Daumen drücken, dass alles gut wird! Wieso läuft eigentlich nicht mal was glatt???
Dienstag, 2. Februar 2010
MDK-Termin
Letzten Montag war der MDK (Gutachter von der Pflegekasse) da, weil Mama für mich Pflegegeld beantragt hat. Keine Ahnung, was das sein soll, scheint aber mit Geld zu tun zu haben. Brauch ich nicht, hab ich gesagt, das sah sie aber anders.
Nun gut, der nette Herr war recht kurz da, hat meiner Mama ein paar Fragen gestellt, hat das von ihr ausgefüllte Pflegetagebuch mitgenommen und meinte noch, dass sie aber gut vorbereitet gewesen sei.
Ich werde natürlich berichten, wie das Ergebnis ausgefallen ist, weil bei kleinen Kindern wohl ganz gerne die Anträge abgelehnt werden. Weil ja aaaaaalllllleeeee Kinder einen Riesenaufwand bedeuten. We´ll see.
Daumen drücken! Und falls jemand Fragen hat, einfach mailen. Ich beantworte sie gerne.